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Ausblicke, Erinnerungen, Entscheidungen
Der Clubhausbrand beim TC Menden jährt sich zum zehnten Mal

Clubhausbrand versetzt Verein in Atemnot

Am 13.05.2008 morgens um 05:00 Uhr klingelt das Telefon beim 1. Vorsitzenden Wolfgang Ehrlich. Am Telefon die Polizei Menden. „Sind sie der 1. Vorsitzende des TCM?“ „Ja“. „Dann haben sie ein Problem. Ihr Clubhaus brennt.“ Von dieser Sekunde an beginnt für Vorstand und Mitglieder des TCM ein turbulentes Jahr.




Sofort fährt Wolfgang Ehrlich in die Molle. Die sehr große Rauchfahne ist unübersehbar. 30 Feuerwehrleute der hauptamtlichen Wache und des Löschzugs Mitte arbeiten fieberhaft an der Löschung des Brandes. Fassungslos steht der 1. Vorsitzende von den Trümmern des kurz zuvor erst renovierten Clubhauses. Nach dem Gewinn des Tennisawards „König der Vereine“, der dem TC 10.000,00 € bescherte, hatten wir einen großen Anteil davon in den neuen Innenraum gesteckt.




Im Angesicht der rauchenden Ruinen finden sich in den folgenden Tagen viele entsetzte Spielerinnen und Spieler des TCM auf der Tennisanlage ein. Alle sind schockiert. Stehen wir doch kurz vor Beginn der Medenspielsaison. Wie sollen wir unsere Heimspiele durchführen? Keine Duschen, keine Toiletten, keine Verpflegungsmöglichkeiten…
Mit etwas Abstand und als Reaktion auf die Verarbeitung des Schocks geht es frei nach Max Frisch weiter: „Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“










Ein Sommer der Entscheidungen

Es folgte ein Jahr der Improvisation. Es wurde ein Krisenstab gebildet, Nachbarclubs boten ihre Hilfe an. In unterschiedlichen Fachgruppen brachten Vereinsmitglieder ihre Kompetenzen ein. So wurden u.a. Architekten, Tiefbauingenieure, Finanz- und Versicherungsexperten eingebunden.
Sofort werden ein Zelt, ein Bauwagen als Umkleide und mobile Toiletten aufgebaut.
Es werden die Abbrucharbeiten organisiert, die Mitgliederversammlung beschloss den Wiederaufbau des Clubhauses.
Die Leitidee zum Clubhausentwurf: Das neue Gebäude soll modern, multifunktional und familienfreundlich sein. Obwohl die Grundflächen des alten Clubhauses eingehalten werden mussten, sollte es eine bessere Raumaufteilung geben. Die Küche sollte größer und funktioneller werden, eine Spielecke sollte entstehen, denn schließlich war der TCM vom Landessportbund als „familienfreundlicher Sportverein“ ausgezeichnet worden. Die Theke im Mittelpunkt des Clubraumes, welches das Zentrum des Clublebens darstellt und das Zusammenkommen wieder in den Vordergrund rückt. Architekt Nils Kemper: „Der letzte Satz findet an der Theke statt.“
Viel Geld musste in Sicherungsmaßnahmen investiert werden, denn bis 2008 kam es immer wieder zu Einbrüchen.
Durch die ausgezahlte Versicherungssumme, Eigenleistungen der Clubmitglieder, Spenden- und Sponsoringmaßnahmen sowie TCM-Anleihen der Mitglieder war die Finanzierung gesichert.
Der Neubau konnte noch in 2008 beginnen.

Gelungener Saisonstart mit Clubhauseinweihung

Die Verarbeitung des Schocks nach dem Brand hatte der TCM am 19.04.2009 sicherlich endgültig geschafft. Zahlreiche Tennisinteressierte und Vereinsvertreter folgten der Einladung des TCM und wollten an diesem Sonntag einen ersten Blick auf das neue Vereinsheim werfen. Die Ausstrahlung des Gebäudes und das stimmige Ambiente der Innenräume verfehlten nicht ihre Wirkung.
Am Ende des Tages war man sich einig, dass der Verein -frei nach dem Motto „Wenn kein Wind weht…rudern!“ die Katastrophe überstanden hatte. Mit dem abgebrannten Clubhaus ging ein Stück Vereinsgeschichte verloren. Viele Pokale, Urkunden und andere Erinnerungsstücke würden zerstört.
Jetzt war es wieder an der Zeit, dass die Philosophie des Vereines -symbolisiert durch fünf Bilderleuchten über dem roten Sofa im Clubhaus, die für Geselligkeit, Vereinsanlage, Leistungssport, Breitensport und Jugend stehen- umgesetzt wird.
Heute 10 Jahre nach dem Brand kann man festhalten, dass das gelungen ist. „Ein Verein braucht beides: eine sportliche und eine gesellig Seite. Beides haben wir erfolgreich verknüpft und sind stolz darauf, gut aufgestellt und zukunftsfähig zu sein“, so Verantwortliche des Clubs.

Das neue Clubhaus ist ein beliebter Treffpunkt nicht nur für Tennisspieler sondern auch für Wanderer und Radfahrer. Schon manche Geburtstagsfeier ja sogar 2 Hochzeiten wurden im tollen Clubambiente gefeiert. Unsere Gastronomie, das „BistroRant“, ist wieder verpachtet und unsere neue Pächterin Miriam Hömberg wird mit ihrem Team dafür sorgen, das Vereinsmitglieder und Besucher, die jederzeit auf der Anlage willkommen sind, gut versorgt werden..